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Kapitalrenditecontrolling

btn_blue.gifTabelle Kapitalrenditecontrolling

Erläuterungen zum Kapitalrenditecontrolling

Grundlage für unser Kapitalrenditecontrolling bildet die Segmentberichterstattung, die entsprechend unserer internen Organisationsstruktur nach Geschäftsfeldern erfolgt.

Im Segmentvermögen der Geschäftsfelder sind Goodwill und immaterielle Vermögenswerte aus Akquisitionen, Sachanlagen und übrige langfristige Vermögenswerte – ohne latente Steuerforderungen – sowie kurzfristige Vermögenswerte enthalten. Das in der Überleitung ausgewiesene Segmentvermögen enthält Wertpapiere und Liquide Mittel sowie nicht den Geschäftsfeldern zugeordnete langfristige und kurzfristige Vermögenswerte.

Vom Segmentvermögen werden die Segmentschulden in Abzug gebracht. Diese beinhalten Verbindlichkeiten – ohne latente Steuerverbindlichkeiten – und Rückstellungen, die dem Unternehmen zinslos zur Verfügung stehen. Nicht hierin enthalten sind insbesondere die Finanzschulden und Pensionsrückstellungen.

Abgezogen werden auch so genannte Non-Recourse Projektfinanzierungen, obgleich diese verzinslich sind. Es handelt sich dabei um Kredite an Projektgesellschaften, insbesondere im Geschäftsfeld Betreiberprojekte, die allein auf den Projekt-Cashflow und nicht auf die Bonität des Konzerns abgestellt sind. Der Kürzung der Kredite am zu verzinsenden Segmentvermögen wird durch Erfassung entsprechender Zinsaufwendungen im Ergebnis (Return) der Geschäftsfelder Rechnung getragen.

Die Segmentschulden und die genannten Non-Recourse Finanzierungen bezeichnen wir als Abzugskapital. Der Saldo aus Segmentvermögen und Abzugskapital stellt das in den Geschäftsfeldern unmittelbar gebundene Vermögen dar.

Projekt- und bereichsspezifisches Finanzvermögen wird den Geschäftsfeldern im Rahmen des Kapitalrenditecontrollings zugerechnet, um eine angemessene Kapitalausstattung zu berücksichtigen. Als so genanntes betriebsbedingtes Finanzvermögen korrigieren sie den Saldo, wonach sich das durchschnittlich gebundene zu verzinsende Netto-Betriebsvermögen ergibt. Wir bezeichnen diese Größe als Capital Employed.

Die Ergebnisgröße im Kapitalrenditekonzept wird aus dem EBITA der Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitet.

In der Zeile Zinserträge, Ergebnis aus Wertpapieranlagen werden neben Zinserträgen Ergebnisse aus Wertpapierverkäufen sowie Abschreibungen auf Wertpapiere und Ausleihungen ausgewiesen; sie betreffen ausschließlich die Konzernzentrale.

Um ein von der Finanzierungsform unbeeinflusstes Ergebnis zu ermitteln, bleiben Zinsaufwendungen im Rahmen des Kapitalrenditecontrolling grundsätzlich außer Ansatz. Abweichend hiervon sind im Geschäftsfeld Betreiberprojekte Zinsaufwand für Non-Recourse Finanzierungen und Zinserträge aus der Aufzinsung von Forderungen aus Betreiberprojekten im EBITA enthalten.

Zusätzlich zum laufenden Ergebnis wird auch der Wertzuwachs des BOT-Portfolios im Return des Geschäftsfelds berücksichtigt. Es wird korrigiert um in Vorjahren realisierte Wertzuwächse für im Geschäftsjahr verkaufte oder abgeschriebene Projekte.

Die projekt- und bereichsspezifischen Zinsergebnisse betreffen Gutschriften der Konzernzentrale auf betriebsbedingtes Finanzvermögen zugunsten der Geschäftsfelder.

Der Return im Sinne unseres Kapitalrenditecontrollings ergibt sich als Summe aus EBITA und den Ergebniskomponenten des Finanzbereichs.

ROCE ist die Rendite auf das Capital Employed; er ergibt sich als Verhältnis aus Return zu Capital Employed. Diesem werden die Kapitalkostensätze (WACC) der Geschäftsfelder und des Konzerns gegenübergestellt.

Der Saldo aus ROCE und WACC ergibt den relativen Wertbeitrag. Der absolute Wertbeitrag ist die Differenz von Return und Kapitalkosten und entspricht dem relativen Wertbeitrag bezogen auf das Capital Employed.

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